Autos in Deutschland
Autosicherheit bei Autos-in.de
| Airbags | Antiblockiersystem |
| Auto-Kindersitze | Autoreifen |
| ESP | Scheibenfrostschutz |
| Sicherheitsgurte | Winterreifen |
Der Airbag verringert in erster Linie die Gefahr von Kopf und Brustkorbverletzungen. Der Airbag ist kein Ersatz für den Sicherheitsgurt, sondern nur eine Ergänzung. Die Statistik zeigt, dass der Gurt weiterhin der Hauptlebensretter bei Autounfällen ist. Airbags erhöhen die Chance, einen Unfall zu überleben um weitere 30%. Dies gilt jedoch nur für angeschnallte Insassen.
Dennoch bergen Airbags auch Risiken, da sie durch die sehr schnelle Reaktion in sehr kurzer Zeit entfaltet werden. Idealerweise befindet sich die Person nicht im Entfaltungsbereich des Airbags, sondern prallt erst auf den vollständig aufgeblasenen Airbag auf. Gefahr besteht daher
- für Babys in rückwärtsgerichteten Kindersitzen auf dem Beifahrersitz. Diese Sitze dürfen daher nur bei abgeschaltetem Beifahrerairbag vorne benutzt werden.
- für Kinder in Sitzerhöhungen, die sich mit den Beinen im Entfaltungsbereich befinden.
- für sehr kleine (unter 1,60 m) oder körperbehinderte Personen, die nahe am Lenkrad sitzen.
- für Personen in ungewöhnlicher Haltung , beispielsweise ein Beifahrer, der seine Füße auf dem Armaturenbrett abstellt oder in gebeugter Haltung Schuhe bindet.
- für Kinder auf dem Schoß des Beifahrers.
- für Rettungskräfte am verunfallten Fahrzeug, wenn der Airbag während der Rettungsarbeiten auslöst.
Auch bei langsamen Fahrten außerhalb öffentlicher Straßen und Wege kann durch Aufprall auf ein festes Hindernis mit einem Fahrwerksteil ein hoher Beschleunigungswert auftreten, der zur Zündung der Airbags führt.
Moderne Airbagsysteme prüfen mittels Sitzbelegungssensoren und Kontakten in den Gurtschlössern, ob der Insasse angeschnallt ist. Ist er dies nicht, so wird der Zündzeitpunkt des Airbags verfrüht, um zu verhindern, dass sich der Insasse bereits im Entfaltungsbereich befindet wenn der Airbag gezündet wird. Dies entbindet den Fahrer jedoch auf keinen Fall von der Notwendigkeit des Anschnallens. Ein Airbag alleine kann die Wucht einer unangeschnallten Person nicht auffangen.
Keine oder nur eine geringe Gefahr stellen Zigaretten, Pfeifen oder Brillen dar. Diese fliegen normalerweise bereits durch den Aufprall, also noch vor der Entfaltung des Airbags, weg. Dass sie sich dann zum Zeitpunkt des Entfaltens des Airbags zwischen Airbag und Insassen befinden, ist sehr unwahrscheinlich. Aber selbst bei Sportbrillen, die nicht wegfliegen können, ist der großflächige Aufprall auf dem Airbag weitaus ungefährlicher als z. B. ein Aufprall auf dem Lenkrad.
Durch das Zünden eines oder mehrerer Airbags wird ein sehr lauter Knall und eine entsprechende Erhöhung des Luftdrucks im Fahrzeuginnenraum bewirkt. Der entstehende Knall kann bei einstufigen Airbags bis zu 160 Dezibel laut sein. Dadurch kann es unter Umständen zum Hörsturz kommen. Mehrstufige Airbags sind weniger kritisch, da die Entfaltung und die damit entstehende Verdrängung der Luft gleichmäßiger stattfindet. Aus gleichem Grund wird der Beifahrerairbag zumeist leicht zeitversetzt gezündet. Dies ist unproblematisch, da zwischen Beifahrer und Armaturenbrett in der Regel mehr Platz ist als zwischen Fahrer und Lenkrad. Mit Airbags ausgestattete Fahrzeuge verfügen auch immer über ein Lamellenventil, meist im Heck der Karosserie verbaut. Über dieses kann ein Teil der verdrängten Luft entweichen. Als willkommenen Nebeneffekt verhindert es pfeifende Türdichtungen, die durch die eindringende Luft der Fahrzeuglüftung entstehen wenn die eintretende Luft sich einen Weg nach draußen bahnt.
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Abkürzung: ABS, in der StVZO "Automatischer Blockierverhinderer" (ABV) genannt, ist ein in Autos verwendetes technisches System zur Verbesserung der Verkehrssicherheit. Es wirkt vor allem in Gefahrsituationen, indem es bei starkem Bremsen (Vollbremsung) der Blockierneigung der Räder durch Regelung des Bremsdruck in kurzen Intervallen entgegenwirkt.
Das durchschnittliche menschliche Reaktionsvermögen reicht in aller Regel nicht aus, um in gefährlichen Situationen die Bremskraft richtig zu dosieren. Das ABS in modernen Kraftfahrzeugen ist dagegen in der Lage, das Bremsverhalten jedes einzelnen Rades nahezu optimal zu steuern. Es bewirkt in erster Linie nicht eine Verkürzung des Bremsweges, der sich in manchen Fällen sogar verlängern kann, sondern sorgt hauptsächlich dafür, dass das Fahrzeug im besten Falle während des Bremsvorgangs vollständig steuerbar bleibt und nicht ausbricht.
Kinder, die jünger als 12 Jahre oder kleiner als 1,50 Meter sind, müssen laut Gesetz in einem Autositz befördert werden. Nach ECE Nr. 44 unterscheidet man Kindersitze nach Gewicht: Klasse 0: (bis 10 kg), Klasse 0+: (bis 13 kg), Klasse I: (9 bis 18 kg), Klasse II: (15 bis 25 kg), Klasse III: (22 bis 36 kg), Klasse I-3 (9 bis 36 kg).
Der
ADAC hat günstige Kindersitze auf ihre Sicherheit hin überprüft. Alarmierendes Ergebnis: Von neun getesteten Modellen fielen fünf durch. Sie erhielten die schlechtest mögliche Note "mangelhaft".
Drei Sitze schafften ein "ausreichend" und nur einer erreichte ein "befriedigend". Die Kindersitze kosten zwischen 5 und 85 Euro und sind deutsch-landweit in Bau- und Verbrauchermärkten, im Zubehörhandel sowie im Versandhandel erhältlich.
Das einzige Modell mit der Note "befriedigend", war der "Uniropa Navy" (40 Euro). Dieser Sitz für Kinder im Alter von 4 bis 12 Jahren hatte eine gute Gurtgeometrie und eine gute seitliche Abstützung.
Als "mangelhaft" wurde der "IWH Baby Primeur" (Preis 50 Euro, 0 bis ein Jahr) eingestuft. Diese Babyschale hatte eklatante Schwächen beim Frontcrash. Der Schrittgurt des sitzeigenen Gurtsystems riss aus der Sitzschale, sodass der Dummy nicht mehr gesichert war und durchs Fahrzeug flog.
Auch der "Kids im Sitz Speedway" (50 Euro) für Kinder zwischen 9 Monaten und 12 Jahren fiel durch. Er schnitt beim Frontcrash mangelhaft ab. Beim "IWH Remi" (50 bis 75 Euro, 0 bis 4 Jahre) riss beim Frontcrash die Fahrzeuggurtführung für den Schultergurt aus, der Sitz löste sich vom Fahrzeug und schleuderte samt Dummy nach vorne.
Beim "Looney Tunes Dooby" (50 bis 85 Euro, 0 bis 4 Jahre) hängte sich der Fahrzeuggurt beim Frontcrash am Sitz aus. Ebenfalls "mangelhaft" war der Sitzerhöher "IWH Sunny touring" (7,50 bis 10 Euro) für Kinder zwischen 4 und 12 Jahren.
"Ausreichend" wurde der "Kids im Sitz Carry Easy" (35 bis 40 Euro, 0 bis ein Jahr) bewertet. Die Fehlbedienungsgefahr war aufgrund der verwirrenden Größenanpassung enorm, außerdem wurden erhöhte Belastungswerte beim Seitencrash festgestellt.
Auch der "IWH Kids Club" (10 Euro) für Kinder ab 9 Monaten bis zu 4 Jahren erhielt ein "ausreichend". Die Montageanleitung wies erhebliche Mängel auf. Sitzschale und Fangkörper erwiesen sich als bruchempfindlich. Die "Uniropa Kindersitzerhöhung" (5 Euro) für Kinder zwischen 4 und 12 Jahren ist nur als Notlösung brauchbar. Es wurden erhöhte Belastungswerte beim Front- und Seitencrash gemessen.
Trotz der erschreckenden Ergebnisse bieten die Billig-Kindersitze mit den Noten "befriedigend" und "ausreichend" aber immer noch mehr Sicherheit als ein bloßer Fahrzeuggurt. Der Gesetzgeber erlaubt aus gutem Grund nicht, dass Kinder unter 12 Jahren ungesichert im Auto reisen.
Quelle: ADAC
Auf jedem Autoreifen ist eine leicht entschlüsselbare Kennung zu finden, die über die das Herstellungsdatum Auskunft gibt. Diese Kennzeichnung ist im Sinne des Verbraucherschutzes, denn schon nach einigen Jahren wird die Gummimischung härter und der Reifen dadurch weniger griffig. Ladenhüter sollte man daher nicht montieren lassen.
Die letzten drei Stellen der sogenannten DOT-Nummer (DOT steht fürs amerikanische "Department of Transportation") sind dabei interessant.
Die ersten beiden Ziffern davon bilden die Woche, die dritte steht für die letzte Ziffer des Jahres. Damit man die Jahrzehnte unterscheiden kann, sind an die Ziffern noch Symbole angehängt.Fehlt dieses Symbol haben Sie ein antikes Stück aus den 80ern, ein Dreieck steht für die 90er und die Produktion der ersten Dekade im neuen Jahrtausend wird durch eine Raute gekennzeichnet sein.
Beispiel: die letzten drei Ziffern lauten: 368mit Dreieck = 36. Woche 1998
Winterreifen bei Mietwagen
Autovermieter sind nicht verpflichtet, ihre Fahrzeuge mit Winterreifen auszustatten !
Das meldet der ADAC. Mieter eines Autos sind deshalb selbst dafür verantwortlich, die richtigen Reifen aufziehen zu lassen. Auch ein kostenloses Anspruch auf Winterreifen-Ausstattung beim Mietwagen entfällt, so der ADAC. Falls Sie trotz winterlicher Verhältnisse mit einem Mietwagen und Sommerreifen unterwegs sind, können auf Sie bei einem Unfall hohe Rückforderungen der Versicherung auf Sie zukommen. Deshalb ist es wichtig, bereits bei der Reservierung eines Fahrzeugs bestätigen zu lassen, dass dies mit Winterreifen ausgestattet ist. Rechtzeitiges Bestellen hilft hierbei.
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Dies ist die Abkürzung für Elektronisches Stabilitätsprogramm, (engl.: Electronic Stability Program, Warenzeichen der Robert Bosch gmbh). Andere Bezeichnungen sind VDC (bei Alfa Romeo), DSC (bei BMW), PSM (bei Porsche), CST (bei Ferrari), MSP (bei Maserati), VSC (bei Toyota und Lexus), VSA (Honda) und FDR (beim ADAC). ESP beinhaltet Antiblockiersystem ABS und die Antriebsschlupfregelung ASR . Da ESP® ein eingetragenes Warenzeichen ist, wird in Fachkreisen für ein solches System der Begriff ESC (Electronic Stability Control) verwendet.
Zusatzfunktionen des ESP: BAS (Bremsassistent), EBV (Elektronische Bremskraftverteilung), RSC (Roll Stability Control), Anhänger-ESP, Bremsbereitschaft, Trockenbremsen, Anfahrassistent, Fading Kompensation, Soft Stop, Überlagerungslenkung.
Dieses Fahrerassistenzsystem erhöht die Sicherheit von Pkw. Durch gezieltes Bremsen einzelner Räder versucht das System, ein Schleudern des Fahrzeugs im Grenzbereich zu verhindern und dem Fahrer so die Kontrolle über das Fahrzeug zu sichern. ESP verhindert durch gezieltes automatisches Abbremsen einzelner Räder sowohl das Übersteuern als auch das Untersteuern eines Fahrzeugs.
Damit das ESP auf kritische Fahrsituationen reagieren kann, vergleicht das System permanent (bis zu 150 Mal pro Sekunde) den Fahrerwunsch mit dem Fahrzustand. Der Lenkwinkelsensor liefert den Fahrerwunsch hinsichtlich der Fahrtrichtung. Motormanagement, die ABS-Drehzahlsensoren und der Gierratensensor liefern die Signale zur Interpretation des Fahrzeugverhaltens. Ein weiterer Beschleunigungssensor detektiert bei neueren Systemen auch eine Drehung in der Längsachse des Autos (Überschlag). Wenn eine wesentliche Abweichung des berechneten Fahrzustandes vom Fahrerwunsch festgestellt wird, greift das System ein. Ein Übersteuern wird durch Abbremsen des kurvenäußeren Vorderrades, ein Untersteuern hingegen durch Abbremsung des kurveninneren Hinterrades korrigiert. Die Radposition spielt dabei eine doppelte Rolle: Einerseits erzeugt die Bremskraft auf der kurveninneren Seite ein Giermoment, das das Eindrehen unterstützt, und umgekehrt. Andererseits verliert ein gebremstes Rad an Seitenführungsfähigkeit, d.h. Bremskraft an der Hinterachse unterstützt das Eindrehen, und umgekehrt. Einseitige Bremseingriffe an der Vorderachse können am Lenkrad spürbar sein. Dieser Effekt kann als Komfortminderung ausgelegt werden, deshalb lassen manche Hersteller die Vorderachse erst eingreifen, wenn die Korrektur an der Hinterachse sich als nicht wirksam genug erweist.
Zusätzlich kann ESP auch die Motorleistung drosseln, um die Fahrzeuggeschwindigkeit zu verringern und ein Durchdrehen der Antriebsräder zu verhindern. Von Beginn an wurden die ESP-Systeme auch mit einer Traktionskontrolle verbunden, die ein durchdrehendes Antriebsrad abbremst und so das Antriebsmoment auf das andere Rad verlagert. Neben der zusätzlichen Sensorik (siehe oben) ist für das ESP die Trennung aller Radbremskreise erforderlich, damit jedes Rad einzeln abgebremst werden kann.
Es gibt nur wenige Spezialfälle, bei denen das ESP gelegentlich „stört“. Dazu gehört das Fahren mit Schneeketten, auf steilen, verschneiten Steigungen , gewolltes Driften in Kurven, schnelles Beschleunigen und allgemein das absichtliche Fahren im Grenzbereich. Hier bemerkt der Fahrer beispielsweise eine Drosselung der Motorleistung. Daneben eignet sich ESP auch dazu, Schwächen in der Fahrwerksauslegung und -abstimmung zu korrigieren.
Aus diesen Gründen ist die Aktivierungsschwelle abhängig von der Marken- und Produktphilosophie des jeweiligen Herstellers, beispielsweise eine etwas spätere Aktivierung bei Porsche. Daneben lässt sich ESP bei vielen Herstellern abschalten. Bei einigen aktiviert es sich allerdings wieder, wenn das Bremspedal im Grenzbereich getreten wird. Geschieht dies, regelt das ESP das Fahrzeug bis zum stabilen Fahrzustand und schaltet sich dann wieder ab. Dies ist im Fahrzeuginneren zwar nicht visuell erkennbar, allerdings in Form eines „Ruckelns“ spürbar. Bei anderen lässt sich die Aktivierungsschwelle über einen Schalter nur von früh/vorsichtig auf spät/sportlich verschieben. Die Mechanismen sind dabei teilweise undokumentiert (Beispiel BMW: Halten der DSC-Taste für bis zu 2,5 Sekunden schaltet DSC in den agileren DTC-Modus, deaktiviert das DSC/ESP bei Tastenbetätigung über 3 Sekunden. Durch nochmaliges Drücken der DSC-Taste kommt man in den normalen Modus des DSC. Bei Tastendrücken länger als 10 Sekunden wird das DSC aus Sicherheitsgründen bis zum Neustart in den Normalmodus versetzt). Da ESP- und ABS-Funktionen sowohl über die elektronische Regelung als auch über mechanische Teilsysteme zusammenarbeiten, lässt sich das System nicht mehr mit dem Ziehen einer Sicherung deaktivieren, ohne das Bremssystem auf Notlauffunktionen zu reduzieren.
Seit 2006 ist Scheibenfrostschutz im Winter Pflicht. Das schreibt die geänderte StVO vor (§2, Abs. 3a). Bis zu 40 Euro Bußgeld drohen, wenn winterliche Bedingungen vorherrschen und bei der Verkehrskontrolle kein Winterscheibenreiniger im Waschbehälter ist.
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Der ADAC appelliert an die Autofahrer, dicke Wintermäntel und Thermojacken vor Fahrtantritt abzulegen. Kinder im Kindersitz sollten mit einer mitgeführten Decke oder einem Anorak im Kindersitz zugedeckt werden. Dies reicht in der Regel als Wärmeschutz aus, bis die Fahrzeugheizung für angenehme Temperaturen im Auto sorgt.
Auf jeden Fall müssen die Gurte immer möglichst stramm am Körper anliegen.
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